Wann hast du eigentlich das letzte Mal einfach nur dagesessen und etwas ausgemalt?
Ohne nebenbei aufs Handy zu schauen. Ohne E-Mails, Nachrichten oder die nächste Aufgabe im Kopf. Einfach ein paar Stifte, ein schönes Motiv und die Entscheidung, welche Farbe als Nächstes dran ist.
Für Kinder ist das völlig selbstverständlich. Irgendwann werden wir erwachsen – und die Buntstifte verschwinden in irgendeiner Schublade. Dabei gibt es überhaupt keinen Grund, warum Ausmalen nur Kindern vorbehalten sein sollte.
Ausmalen für Erwachsene kann eine wunderbar einfache Möglichkeit sein, sich eine kleine kreative Auszeit zu nehmen. Ohne Leistungsdruck, ohne großes Equipment und vor allem ohne zeichnen können zu müssen.
Eine kleine Pause vom Alltag
Unser Alltag ist oft ziemlich voll. Arbeit, Familie, Termine, Haushalt und zwischendurch ständig das Smartphone in der Hand. Selbst wenn wir eigentlich Feierabend haben, ist im Kopf häufig noch lange keiner.
Beim Ausmalen passiert etwas angenehm Unspektakuläres: Für eine Weile beschäftigt man sich nur mit dem Motiv vor sich.
Welche Farbe bekommt der Himmel? Welcher Grünton passt zu den Wiesen? Soll das Haus ganz klassisch aussehen – oder heute einfach mal eine knallbunte Tür bekommen?
Die Aufmerksamkeit richtet sich auf eine überschaubare Aufgabe. Genau das kann dabei helfen, für einen Moment Abstand vom restlichen Alltag zu gewinnen.
Ein Malbuch löst natürlich keine Probleme und ersetzt auch keine Entspannungs- oder Behandlungsmethode. Aber es kann ein kleines Ritual sein, mit dem man sich ganz bewusst Zeit für sich selbst nimmt.
Und manchmal ist genau das schon ziemlich viel wert.
Kreativ sein, ohne zeichnen können zu müssen
„Ich bin überhaupt nicht kreativ.“
Diesen Satz hört man erstaunlich oft.
Dabei bedeutet Kreativität nicht, dass man aus dem Stand ein Kunstwerk zeichnen können muss.
Bei einem Malbuch für Erwachsene ist das Motiv bereits da. Du musst nicht überlegen, wie man einen Berg zeichnet, ob die Proportionen stimmen oder warum das Pferd am Ende plötzlich fünf Beine hat.
Du kannst einfach anfangen.
Trotzdem entstehen ganz unterschiedliche Bilder. Zwei Menschen können dieselbe Vorlage ausmalen – und am Ende sehen beide Versionen völlig verschieden aus.
Die Wahl der Farben, Schattierungen und Materialien macht aus einer Vorlage dein eigenes Bild.
Und genau darin steckt die Kreativität.
Beim Ausmalen gibt es kein Richtig oder Falsch
Ein Baum muss nicht grün sein.
Ein Himmel muss nicht blau sein.
Und wenn du der Meinung bist, dass eine Kuh heute lila Flecken braucht, dann bekommt sie eben lila Flecken.
Das Schöne am Ausmalen ist, dass niemand dein Ergebnis bewerten muss. Es gibt keine Note, keinen Wettbewerb und keinen Preis für besonders realistische Farbkombinationen.
Du kannst sorgfältig innerhalb jeder einzelnen Linie bleiben – oder auch nicht.
Du kannst ein Motiv über mehrere Abende hinweg ausmalen oder eine Seite in einem Rutsch fertigstellen.
Du entscheidest selbst, was dir gefällt.
Gerade für Erwachsene, deren Alltag oft aus Vorgaben, Erwartungen und Dingen besteht, die einfach erledigt werden müssen, kann diese kleine Freiheit erstaunlich angenehm sein.
Ausmalen kann helfen, den Fokus auf den Moment zu richten
Beim Ausmalen beschäftigen sich Augen und Hände mit einer ruhigen, wiederkehrenden Tätigkeit. Man konzentriert sich auf Formen, Flächen und Farben.
Deshalb empfinden viele Menschen Ausmalen als entspannend.
Statt gleichzeitig an fünf Dinge zu denken, richtet sich die Aufmerksamkeit immer wieder auf das Bild vor einem. Das kann eine schöne Möglichkeit sein, bewusst etwas langsamer zu werden und sich auf den Moment zu konzentrieren.
Dafür braucht es übrigens keine stundenlange Malsitzung.
Manchmal reichen schon 15 oder 20 Minuten am Abend.
Eine Tasse Tee oder Kaffee dazu, vielleicht ein bisschen Musik – und das Handy darf einfach einmal liegen bleiben.
Eine kreative Auszeit ohne Bildschirm
Wir verbringen inzwischen einen ziemlich großen Teil unseres Tages vor Bildschirmen.
Computer bei der Arbeit, Smartphone zwischendurch, Fernseher oder Tablet am Abend.
Auch viele unserer Freizeitbeschäftigungen finden digital statt.
Gerade deshalb kann es schön sein, wieder etwas ganz Analoges zu machen.
Ein echtes Buch aufschlagen. Einen Stift in die Hand nehmen. Farben aussuchen. Papier unter den Fingern spüren.
Keine Benachrichtigungen. Kein Akku. Kein Scrollen.
Nur das Bild und die Farben.
Ausmalen muss deshalb auch gar nicht zum großen neuen Hobby werden. Es darf einfach eine Möglichkeit sein, sich zwischendurch bewusst eine kleine kreative Auszeit zu gönnen.
Welches Malbuch für Erwachsene passt zu mir?
Wer bei Malbüchern für Erwachsene sofort nur an komplizierte Mandalas denkt, wird inzwischen überrascht sein.
Die Auswahl ist riesig.
Es gibt Tiere, Landschaften, Blumen, Städte, Fahrzeuge, Fantasiewelten und viele andere Themen.
Und genau das ist wichtig: Ein Motiv sollte Lust aufs Ausmalen machen.
Wer Berge liebt, wird wahrscheinlich lieber eine gemütliche Almhütte zwischen Berggipfeln ausmalen als ein abstraktes Muster. Wer für alte Fahrzeuge brennt, möchte vielleicht lieber einen Zweitakter auf dem Papier zum Leben erwecken.
Deshalb entstehen auch in Mikas Malwelt Malbücher rund um ganz unterschiedliche Leidenschaften und Themen.
Unser Malbuch Alpenliebe nimmt dich beispielsweise mit zwischen Berge, Hütten und alpine Landschaften. Ruhige Motive und kleine Details laden dazu ein, die Alpen mit den eigenen Lieblingsfarben zu gestalten.
Denn wir finden: Eine kreative Auszeit macht noch ein bisschen mehr Freude, wenn das Motiv zu einem selbst passt.
Was braucht man zum Ausmalen?
Eigentlich erstaunlich wenig.
Ein Malbuch und ein paar Stifte reichen für den Anfang vollkommen aus.
Buntstifte sind unkompliziert und eignen sich besonders gut, wenn du verschiedene Farbtöne miteinander kombinieren oder Schattierungen ausprobieren möchtest. Je nach Papier und Malbuch können auch Filzstifte oder andere Materialien interessant sein.
Du brauchst aber definitiv keine riesige Sammlung mit hundert verschiedenen Farben, bevor du anfangen kannst.
Nimm einfach das, was du zu Hause hast.
Denn genau darum soll es nicht gehen: aus einer entspannten Beschäftigung das nächste Projekt zu machen, für das erst einmal eine ellenlange Einkaufsliste abgearbeitet werden muss.
Einfach mal wieder die Stifte rausholen
Vielleicht ist das Schönste am Ausmalen für Erwachsene gerade seine Einfachheit.
Du musst nichts lernen, nichts vorbereiten und niemandem etwas beweisen.
Du kannst eine Seite aufschlagen, dir ein Motiv aussuchen und anfangen.
Vielleicht malst du zehn Minuten. Vielleicht sitzt du plötzlich zwei Stunden da und wunderst dich, wo die Zeit geblieben ist.
Beides ist völlig in Ordnung.
Ausmalen darf einfach Spaß machen.
Und vielleicht liegen die Buntstifte danach gar nicht mehr so lange in der Schublade.
